Samstag, 6. Februar 2010

Lang, lang ist's her ...

... seit ich das letzte Mal hier war, aber ich lebe noch. :)


Der Winter dauert mal wieder viiiel zu lange,

und so sonnig wie auf dem Bild war es schon lange nicht mehr.

Wir leben also zurzeit in einer grauen, öden, tristen Welt, in der es durchaus

berechtigt ist, auf melancholische Gedanken wie diese zu kommen:

Der Duft von schwarzem Kaffee,
bittersüß und heiß,
der Duft der Zeit,
die vorübergeht
wie das Leuchten einer Wunderkerze
in der Dunkelheit.
Ihr Licht tanzt und zaubert durch die Nacht,
für einen Moment,
bis sie zu Boden schwebt,
ein Haufen Asche,
ganz sacht.

Montag, 2. November 2009

Auf der Suche nach dem Glück



du rast durch dein leben
ohne umzudrehen
auf der suche nach dem glück
und kannst nicht verstehen
dass du es nicht findest
niemals findest
wenn du so rennst
weil dann alles verschwimmt
wie bei einem gespenst
am straßenrand
und bevor du's begreifst
bist du selber eins
und dann schaust du zurück
auf dein leben
und siehst es dort
im himmel schweben
das glück
es war immer da
hat dich nie verlassen
hättest es nur greifen müssen
aufhören zu hassen
aufhören zu rasen
dich einfach mal umdrehn
einfach mal stehn
und leben
leben
leben
dann hättest du's gesehn


Sonntag, 13. September 2009

Mein glücklichster Ort der Welt




Mein glücklichster Ort der Welt
ist da,
wo ich mir die Sonne herbeitanze,
da,
wo ich mir die Sterne hinsinge,
und da,
wo ich glücklich bin,
selbst wenn ich es nicht bin.

Montag, 17. August 2009

Sommerferien

Was ist die Belohnung für ein Jahr lang hartes Arbeiten und einem Blatt Papier der Kenntnisnahme dafür, die manch Eltern erfreuen mag, manche aber auch nicht?
Na klar.
Die Sommerferien.
Sechs Wochen langes Faulenzen, spät aufstehen, in der Sonne liegen, die Hitze ertragen, und Abends auf der Terrasse sitzen und Eis essen.
Klar, es gibt auch andere Ferien, aber die sind nicht vergleichbar mit den Sommerferien. Diese sechs Wochen sind abgeschnitten vom sämtlichen Restjahr, sie sind eine Zeit, die langsamer zu vergehen scheint, und doch viel schneller.
Wer diese Zeit damit verbringt, möglichst viele vernünftige Dinge zu tun, und sie sinnvoll zu nutzen, hat den Sinn der Sommerferien nicht verstanden.
Ein Hoch auf die gepflegte Langeweile und Nichtstuerei, ihr pragmatischen, grauen Seelen!
Schmeißt eure Schulbücher in eine Ecke, kündigt euren Ferienjob, und tragt all die abgegammelten Klamotten, die ihr sonst in der hintersten Ecke eures Schrankes versteckt habt. Genießt das Faulenzen, solange ihr könnt, denn das könnt ihr später vergessen, es sei denn, ihr habt vor, HartzIV-Empfänger zu werden.

Samstag, 18. Juli 2009

Krankenhäuser sind wie Askaban

Sie saugen einem das Leben aus. Wurde jemand von euch schon mal an den Augen operiert? Ich hoffe es für euch nicht.
Nicht nur, dass es verdammt wehtut, nein, man sieht auch noch aus wie Frankenstein persönlich, mit von gelblichen Augentropfen verklebten Wimpern und einem roten, blutunterlaufenem Auge, das sich übrigens anfühlt, als ob man gerade einen harten Boxkampf hinter sich hatte.
Und wenn man das dann zum vierten Mal innerhalb von zwei jahren ertragen muss, und zusätzlich noch Komplikationen auftauchen, die mich zwingen, fünfeinhalb Tage in einem unbequemen Krankenhausbett auszuharren, könnte man glatt die Krise kriegen.
Und es kommt noch schlimmer (Ja, doch, das geht durchaus ^^): Ich darf zwar über das Wochenende heim, aber am Sonntagabend heißt es: Ade, Heimat, und hallo, miefiges, stinkendes, bescheuertes, Krankenhaus.
Was für ein Spaß!
Besonders mit einer Russin als Zimmernachbarin, die zwar 16 Jahre in Deutschland gelebt hat, aber kein Wort dieser Sprache spricht, mir mein Mittagessen klaut und schnarcht, dass die Wände wackeln ...
Mein Lebensinhalt besteht dort im Grunde genommen aus Schlafen, Musikhören, Schlafen, Zum Arzt gehen, mir anhören, dass die neueste Behandlung nicht anschlägt, essen, schlafen ... und doch gibt es unvergleichliche Highlights in diesem Leben: Platz 3 auf dieser Liste:
Die Enten im Park füttern
Platz 2:
Ein Telefonat mit einer Freundin
Platz 1:
Mir nach 4 Tagen endlich die Haare waschen zu dürfen (an meine Freundinnen: Es ist nicht so, dass eure Telefonate mit mir nicht den ersten Platz verdient hätten, aber lasst es mich so sagen; wascht euch mal vier Tage lang die Haare nicht, und ihr werdet mich verstehen)

Das Ganze klingt jetzt wahrscheinlich immernoch irgendwie lustig und amüsant (was zweifellos an meinem komödiantischem Talent liegt), aber eigentlich ist es nicht witzig.
Ich möchte zu Hause sein, mich mit meinen Geschwistern streiten, in die Schule gehen (ja, wirklich).
Aber in einem Krankenhaus ist man eingesperrt, vollkommen abhängig von Krankenschwestern und Ärzten, und was das Schlimmste ist, man verlernt zu leben. Man verlernt, die guten Seiten an den Dingen zu sehen, und ich habe Angst, diese Gabe zu verlieren.
Manchmal liege ich da, und frage mich dann, wofür ich überhaupt noch lebe. Und das richtige Leben scheint mir so weit weg, wie ein schöner Traum, den ich mal geträumt habe, vor langer, sehr langer Zeit.
Fünfeinhalb Tage klingen kurz, aber es sind 132 Stunden, 7.920 Minuten, 475.200 endlos lange Sekunden.
Manchmal aber wiederum ist da Hoffnung in mir. Wenn ich zum Beispiel davon träume, wieder in der Schule zu sein. Im Französischunterricht, wenn wir mal wieder Theater spielen müssen. Oder in Reli, wenn ich vor mich hindöse, und mir wünsche, wir hätten kein Sport. Oder wenn Jenny mir erzählt, dass die Leute schon nach mir fragen.
Denn auch wenn manchmal alles verblasst, die Erinnerung ist immer noch da, und auch wenn es manchmal scheint, dass ich schon Ewigkeiten weg bin, weiß ich, dass ich irgendwann doch wieder nach Hause komme - ob mit Auge oder nicht. :P

Freitag, 3. Juli 2009

3. Juli 2009



Was ist der Tod? Wohin geht man nach dem Tod? In den Himmel? Wäre das nicht schön? Aber ich glaube nicht, dass es einen Himmel gibt. Der Himmel ist nur die stille Hoffnung eines Menschen von unserer grausamen Welt in eine bessere, schönere zu kommen. Oder?
Wenn wir sterben, sind wir dann verschwunden? Ganz und gar? Ist unser ganzes Sein dann ausgelöscht, eine in unserer, und in allen anderen Welten, verblassende, kleine Spur am Strand unseres Lebens, weggespült von den Wellen der Zeit?
Aber ist das nicht alles irgendwie gleich? Alles, was ich will, ist, dass du jetzt glücklich bist, wo immer du auch bist. Dass es dir gut geht.
Ich werde dich nie vergessen.

Sonntag, 28. Juni 2009

Pippi Langstrumpf

Manchmal muss man in die Vergangenheit zurückkehren, um der Zukunft begegnen zu können.